Angebote

 

Bei KitzingKunst wird Ihnen Freiraum für eigene Gedanken und den Austausch mit anderen Interessierten geboten. Nicht nur Heilbronn, sondern die ganze Region und der Rhein-Neckar-Kreis sind willkommen, um Kunst und Kultur zu erleben und mit anderen Menschen teilen zu können.

Dies gilt für die Reihe "Kunstfrühstück", aber auch für andere Kurse, die im Rahmen der Erwachsenenbildung stattfinden und für die Sie sich bitte bei den jeweiligen Bildungswerken anmelden.

Eingeschlossen darin sind des Weiteren Vorträge und Ausstellungsführungen, die für Jeden offen stehen.

Im Bereich "Angebote" und "Aktuelles" erfahren Sie die Themen und Termine der einzelnen Veranstaltungen.

 

© Städtische Museen Heilbronn

 

Programmangebot der VHS Heilbronn im Fach Kunstgeschichte

 

Hingeguckt! Eine Entdeckungstour zur Kunst Heilbronns

 

Spätestens seit der BUGA ist die Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Heilbronn wieder in den Focus gerückt. Kunstwerke wie „One Man House“ oder und die experimenta-Architektur bereichern die angestammte, mit Künstlern wie Joannis Avramidis oder Heinrich Brummack prominent besetzte Kunstlandschaft der Innenstadt.

 

Wann und wo? , Treffpunkt vor dem VHS-Gebäude im Deutschhof

 

Referentin: Dr. Martina Kitzing-Bretz, Kunsthistorikerin

Kirchbrunnenstr. 12, 74072 Heilbronn

(Anmeldung über VHS Heilbronn)

 

 

Kunstgeschichte

 

 

 

Gustave Courbet – Vater des Realismus

 

Anlässlich der Ausstellung im Leopold Museum Wien (19.02.-21.06.26)

 

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bricht sich der Realismus Bahn. Programmatische Bedeutung erhält der Realismus jedoch, als ihn der französische Maler Gustave Courbet (1819–1877) in der Jahrhundertmitte unter den Leitsatz „Die Grundlage des Realismus ist die Verneinung des Idealen“ stellt.

Mit der Wahl seiner Motive wie „Die Steinklopfer“ erregte er Aufsehen und zog sich die Kritik der Anhänger des Akademismus zu. Anstatt historische, mythologische oder biblische Themen zu malen, wandte er sich der Darstellung der ländlichen Bevölkerung in „Begräbnis von Ornans“ oder in „Das Atelier des Malers“ dem Inneren seines Ateliers zu.

Die Landschaften und Marinen wie „Die Welle“ vermitteln einen kraftvollen, unmittelbaren Natureindruck.

 

Wann und wo? Dienstag, 16.06.26, 9.30-11.00 Uhr, 

VHS-Gebäude im Deutschhof

 

Referentin: Dr. Martina Kitzing-Bretz, Kunsthistorikerin

Kirchbrunnenstr. 12, 74072 Heilbronn

(Anmeldung über VHS Heilbronn)

 

 

Leonardo da Vinci - Inbegriff des Universalgenies

 

Die 67 Lebensjahre Leonardo da Vincis (1452-1519) fallen in eine bewegte und kreative Epoche der Menschheit: Es ist die Zeit des Humanismus und der Renaissance, der Entdeckung der Neuen Welt und der Seewege in den Orient. Berühmt sind heute noch seine Werke wie das „Abendmahl“ im Refektorium des Dominikanerklosters S. Maria delle Grazie in Mailand, die „Mona Lisa (La Gioconda)“ im Louvre in Paris und der menschliche Körper, einbeschrieben in ein Kreis und Quadrat, den er als Frontispiz für die theoretische Schrift „De Divina Proportione“ des Mathematikers Fra Luca Pacioli geschaffen hat (Galleria dell’Academia, Venedig).

 

 

Wann und wo? Dienstag, 14.07.26, 9.30-11.00 Uhr, 

VHS-Gebäude im Deutschhof

 

Referentin: Dr. Martina Kitzing-Bretz, Kunsthistorikerin

Kirchbrunnenstr. 12, 74072 Heilbronn

(Anmeldung über VHS Heilbronn)

 

 

Die Kunst des Futurismus - Schönheit der Geschwindigkeit

 

Der italienische Schriftsteller Filippo Tommaso Marinetti veröffentlichte 1909 das „Manifest des Futurismus“. Er verkündete darin, dass „ein Rennautomobil schöner als die Nike von Samothrake“ sei. Künstler wie Umberto Boccioni, Giacomo Balla, Carlo Carrà oder Gino Severini verherrlichten in ihren Bildern und Plastiken die moderne Welt der Technik.

 

 

Wann und wo? Dienstag, 21.07.26, 9.30-11.00 Uhr, 

VHS-Gebäude im Deutschhof

 

Referentin: Dr. Martina Kitzing-Bretz, Kunsthistorikerin

Kirchbrunnenstr. 12, 74072 Heilbronn

(Anmeldung über VHS Heilbronn)

 

 

Leonardo da Vinci, Mona Lisa, um 1503-06

 

Evangelische Erwachsenenbildung Citypfarrkirche Heilbronn, Kilianshaus, Kirchbrunnenstraße 32

 

Anmeldung: E-Mail: Pfarramt.Heilbronn.Citykirche@elkw.de / Telefon: O7131 179850

 

Donnerstag, 1.10.26, 10-11.30 Uhr

 

Referentin: Dr. Martina Kitzing-Bretz, Kunsthistorikerin

 

 

 

 

Die Künstlerkolonie Worpswede anlässlich des 150. Geburtstags von Paula Modersohn-Becker

 

Der Ort Worpswede bei Bremen ist eng verbunden mit der Künstlerkolonie, die 1894 dort begründet wurde. Künstler wie Fritz Mackensen, Otto Modersohn und seine Ehefrau Paula Modersohn-Becker, deren Bilder heute zu den beliebtesten und bekanntesten Werken der modernen Kunstgeschichte zählen, ließen sich dort am Ende des 19. Jahrhunderts nieder, um gemeinsam zu malen. Die Landschaft des Teufelsmoors zog die Maler an, aber auch Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke gehörten zu der Gruppe, die sich im Wohn- und Atelierhaus von Heinrich Vogeler traf. Bis heute hat Worpswede mit seiner Geschichte als Künstlerdorf nichts an Faszination verloren und zieht weiterhin Künstler und Dichter an.

 

 
 

 

Ernst Barlach (1870-1938) – Zum 150. Geburtstag 2020

Ernst Barlach, Singender Mann, 1928, Wikimedia Commons (CC)

Häufig wählte der expressionistische Künstler Ernst Barlach musikalische Themen, die er in Plastik und Zeichnung darstellte. Es ging ihm dabei um den Ausdruck der Hingabe des Menschen an die Musik. Die Bronzeplastik "Der singende Mann" ist von entspannter Heiterkeit, also von einer seelischen Stimmung gekennzeichnet, die Barlach als „lyrisch“ bezeichnete und die das Publikum bis heute an seinem Werk schätzt.

Formal gesehen besticht die Plastik mit ihrer geschlossenen, blockhaften Form, die von dem langen, den Körper umhüllenden Gewand unterstrichen wird.

 

Zu den Ausdrucksmöglichkeiten des Künstlers gehörten neben der Bildhauerei die Dichtkunst, Zeichnung und Druckgrafik, die in Beziehung zueinander standen. Aufschlussreich für sein Leben und Werk ist der Briefwechsel, den er mit Weggefährten wie seinem Freund und Verleger Reinhard Piper führte. Anlässlich des 150. Geburtstags von Barlach wurden seine Briefe vom Suhrkamp-Verlag neu verlegt.

 

Für keinen anderen Künstler seiner Generation - geboren ist Barlach 1870 in Wedel in Holstein bei Hamburg, gestorben 1938 in Rostock - gibt es so viele museale Einrichtungen wie für ihn: Barlach-Museen befinden sich in Wedel, Hamburg, Ratzeburg und Güstrow.

 

Ein Charakteristikum der Barlachschen Kunst ist die Konzentration auf den Menschen. Um das Seelische zum Ausdruck zu bringen, bediente sich der Künstler der Gebärdensprache des menschlichen Körpers. Mit wenigen energischen Linien formte der Zeichner und Bildhauer Barlach die Figur und sprach dabei von der „Großen Linie“, mit der er Einzelformen zusammenfasste und die ihn zu einem hervorragenden Vertreter des Expressionismus werden ließ.

Screencast-Video zum Thema: Eine für Alle - Der Street-Art-Künstler Banksy: Elitär oder demokratisch?

Bildnachweis: Banksy, Love is in the Bin, Girl with Balloon, Devolved Parliament © sotheby‘ s com, Banksy, Self Portrait, Foto: Danny Martindale / Film Magic, Girl with Balloon, Graffiti auf der Waterloo Bridge in London, South Bank, CC BY-SA 20 wikipedia. Balloon Debate, West Bank Barrier, www.pinterest.com

Screencast-Video mit webcam: Meisterwerk der Moderne: Edward Hopper, House by the Railroad, 1925, (CC). Anlässlich der geplanten Edward Hopper-Ausstellung in der Fondation Beyeler

Aus der Reihe: Eine für Alle? Meisterwerk der Konzeptkunst: Sherrie Levine, Fountain Buddha, 1996 © fair use Sherrie Levine

Werkbetrachtung: Paula Modersohn Becker, Bäuerin zwischen Birken, 1904/1905, aus der Ausstellung "Vom Blauen Reiter zu den Jungen Wilden" in der Kunsthalle Vogelmann Heilbronn

Paula Modersohn-Becker, Bäuerin zwischen Birken, 1904 © Foto Frank Kleinbach, Städtische Museen

Werkbetrachtung: Paula Modersohn Becker, Bäuerin zwischen Birken, 1904/1905

Heute zählt Paula Modersohn-Becker zu den berühmten Malerinnen der deutschen Kunst. Doch Anerkennung und Ruhm erlangte sie erst nach ihrem Tod. Nur 31 Jahre jung, starb sie 1907. Trotz ihres kurzen Lebens und nach nur zehn Jahren künstlerischer Tätigkeit hinterließ sie ein beachtliches OEuvre von über 750 Gemälden.

Zu ihrem Werk zählt das mit Öltempera auf Malkarton gemalte Bild „Bäuerin zwischen Birken“. Die Maltechnik, in der Temperafarben mit Öl zu einer Emulsion verbunden werden, bewirkt eine matte Wirkung der Ölmalerei.

Die Künstlerin malte das Bild in dem Moordorf Worpswede, wohin die Künstlerin 1898 übersiedelte. Dort, im Teufelsmoor am Weyerberg nördlich von Bremen, war die Künstlerkolonie Worpswede entstanden. Mit der Kolonie ist der Name Paula Modersohn-Becker untrennbar verbunden, und dort lernte sie ihren Ehemann Otto Modersohn kennen.

 Vor der Natur, à la plein air, stellt sie hauptsächlich Frauen und Kinder dar. Sie verkörpern wie in „Bäuerin zwischen Birken“ die bäuerliche Welt, in die sich die Malerin problemlos einfindet. Sie gibt ihre Modelle in den charakteristischen Birkenwäldern des Teufelsmoors wieder und zeigt die Verbundenheit zwischen der prägenden Landschaft und ihren Bewohnern.

Sie platziert die flächig angelegten Porträts frontal in die vorderste Bildebene und drückt sich in einer reduzierten Palette aus, um ihrer Sehnsucht nach dem Ursprünglichen und Einfachen Ausdruck zu verleihen.

 Mit der Verknappung der Form und der subjektiven Wahrnehmung verkörpert ihre Kunst den Avantgardestil des Expressionismus. Das Gemälde ist Teil der Ausstellung: „Vom Blauen Reiter zu den Jungen Wilden“ in der Kunsthalle Vogelmann Heilbronn, die expressionistischen Stilströmungen gewidmet ist.

Das kostbare Werk gehört zu einer unbekannten Privatsammlung und ist hier zum ersten Mal öffentlich ausgestellt.

Screencast-Video: Meisterwerk der Moderne von Edward Hopper: "Nighthawks" von 1942

500 Jahre Raffael

Kunsttreff präsent oder hybrid in Heilbronn, Heidelberg und Mosbach  

   

Kunsttreff - hyprid via Zoom aktuell

 

Referent: Dr. Martina Kitzing-Bretz, Kunsthistorikerin

 

Bildungszentrum Heidelberg

im Haus der Begegnung

 

 

Bildungszentrum Mosbach im Ökumenischen Zentrum

Mosbach

 

 

Paul Klee, Der Goldfisch, 1925 cc wikimedia commons